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für den 11.12.2017

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Die Gedenkstätte am Karl-Lehr-Tunnel erinnert an Opfer des Loveparade-Unglücks in Duisburg. Die Gedenkstätte am Karl-Lehr-Tunnel erinnert an die Opfer des Loveparade-Unglücks in Duisburg.

Loveparade-Prozess

Notfallseelsorger beim Loveparade-Prozess

Während des Loveparade-Prozesses, der am Freitag im  Congress Center an der Düsseldorfer Messe beginnt,  wird den Hinterbliebenen und Verletzten an jedem Tag ein Team aus Seelsorgern und Psychologen zur Seite stehen. Bei Bedarf können die Teams weiter aufgestockt werden.

Mehr als sieben Jahre nach der Loveparade-Katastophe in Duisburg beginnt am Freitag der Strafprozess gegen zehn Angeklagte. Vier Mitarbeiter der Veranstalterfirma Lopavent und sechs Bedienstete der Stadt Duisburg müssen sich vor dem Landgericht Duisburg wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten (AZ: 36 KLs 10/17). Ihnen wird vorgeworfen, durch Fehler bei der Planung oder Genehmigung des Technofestivals am 24. Juli 2010 zur Entstehung einer Massenpanik beigetragen zu haben, bei der 21 Menschen starben und Hunderte verletzt wurden.

Zunächst wurden 111 Prozesstage bis Ende 2018 festgelegt. Damit die Vorwürfe nicht verjähren, muss bis Mitte 2020 ein Urteil fallen. Der Prozess vor der 6. Großen Strafkammer des Landgerichts Duisburg findet wegen seiner Größe im Congress Center an der Düsseldorfer Messe statt.

Allein für die Nebenkläger und ihre Anwälte sind dort nach Angaben eines Gerichtssprechers 120 Plätze reserviert. Die Zahl der Nebenkläger lag Mitte der Woche nach Worten des Sprechers bei 65, schwankte zuletzt aber. 50 Plätze sind im Congress Center für die Angeklagten und ihre Anwälte vorgesehen, 85 für Journalisten und rund 230 für die Öffentlichkeit.

Rückzugsort für Betroffene

Die Stiftung "Duisburg 24.7.2010" bietet Unterstützung für die Angehörigen der Todesopfer und die damals Verletzten an, die als Nebenkläger oder Zuschauer anwesend sind. Zweier- oder Dreierteams würden im Gerichtssaal präsent sein und sich bei Bedarf mit Betroffenen in einen separaten Raum zurückziehen, sagte der Vorstand der Stiftung „Duisburg 24.7.2010“, Jürgen Widera. Das Land Nordrhein-Westfalen habe zugesagt, die Kosten für die Begleitung zu übernehmen.

Im September 2010 hatte die  Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland im Auftrag der NRW-Landesregierung ein besonderes Beratungs- und Hilfsangebot für die Opfer der Loveparade auf  die Beine gestellt, unter anderem mit einer Beratungshotline und einer Website. Das Angebot lief mehr als zwei Jahre, in der Zeit hatten sich vielfältige Netzwerke unter den Hinterbliebenen der Opfer und den verletzten Teilnehmern der Loveparade gebildet und die Beratungsarbeit wurde auf lokaler Ebene fortgeführt.

Notfallseelsorger und Psychologen sind zur Stelle

Die Stiftung "Duisburg 24.7.2010"  habe nun die Notfallseelsorge aus Duisburg und dem Kreis Wesel mit der Begleitung des Prozesses beauftragt, berichtete der evangelische Pfarrer Jürgen Widera, der auch Ombudsmann der Stadt Duisburg für die Opfer des Loveparade-Unglücks ist. „Außerdem haben wir Psychologen dafür gewonnen mitzumachen.“

An besonders belastenden Prozesstagen könnten die Teams weiter aufgestockt werden. Bei dem Strafverfahren treten nach Wideras Worten rund 60 Hinterbliebene und Verletzte als Nebenkläger auf. Viele Eltern der Todesopfer sowie zahlreiche Verletzte wollten zum Prozessauftakt kommen, berichtete er.

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ekir.de / epd, red / Foto: Stiftung Duisburg 24.07.2010 / 07.12.2017



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